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Finanzierung · 25. Juli 2026 · 7 Min. Lesezeit

KfW-Förderung für die Sanierung: was sich wirklich lohnt.

Zuschuss oder Kredit, Einzelmaßnahme oder Effizienzhaus, und die eine Regel, an der die meisten Anträge scheitern. Eine Einordnung für Eigentümer, die vor einer Sanierung stehen.

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Klaus Jazxhi

Geschäftsführer JZX GmbH · Leipzig

Kurz zusammengefasst: Für die Sanierung gibt es zwei getrennte Wege: das BAFA fördert Einzelmaßnahmen wie Fenster, Dämmung oder Heizung als Zuschuss, die KfW fördert die Sanierung zum Effizienzhaus als zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss. Beides muss vor Auftragsvergabe beantragt werden, und beides setzt einen Energie-Effizienz-Experten voraus.

Kaum ein Thema sorgt bei Eigentümern für so viel Halbwissen wie die Förderung von Sanierungen. Das liegt daran, dass zwei verschiedene Institutionen zuständig sind, dass sich die Programme regelmäßig ändern, und dass die entscheidende Regel nirgends fett gedruckt steht: Wer den Handwerker beauftragt, bevor der Antrag gestellt ist, bekommt nichts.

KfW oder BAFA: welcher Weg für Sie gilt

Die Zuständigkeit richtet sich danach, wie umfassend Sie sanieren. Tauschen Sie einzelne Bauteile, also Fenster, Dach, Fassadendämmung oder Heizung, läuft die Förderung über das BAFA als direkter Zuschuss. Sanieren Sie das Gebäude als Ganzes auf ein Effizienzhaus- Niveau, läuft sie über die KfW als zinsgünstiges Darlehen mit Tilgungszuschuss.

Das KfW-Programm, nach dem am häufigsten gesucht wird, ist die 261. Sie fördert die Komplettsanierung zum Effizienzhaus. Je besser das erreichte Niveau, desto höher der Tilgungszuschuss, also der Teil des Kredits, den Sie nicht zurückzahlen müssen. Für einzelne Fenster ist dieses Programm nicht gedacht.

Die Regel, an der die meisten Anträge scheitern

Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens gestellt sein. Als Beginn gilt nicht der erste Hammerschlag, sondern der Abschluss des Liefer- oder Leistungsvertrags. Wer den Auftrag unterschreibt und danach den Antrag stellt, verliert die Förderung vollständig, auch wenn alle fachlichen Voraussetzungen erfüllt wären.

Zulässig sind Planungs- und Beratungsleistungen im Vorfeld. Der Energie-Effizienz-Experte darf also bereits arbeiten, bevor der Antrag läuft. Der Dachdecker nicht.

Ohne Energie-Effizienz-Experten geht es nicht

Für die geförderte Sanierung brauchen Sie eine Fachperson aus der offiziellen Expertenliste. Sie plant die Maßnahmen, bestätigt die Förderfähigkeit und nimmt am Ende ab. Ihre Kosten sind selbst förderfähig, was in der Kalkulation gern vergessen wird.

Praktisch heißt das: Der erste Anruf gilt nicht dem Handwerker und nicht der Bank, sondern dem Energieberater. Aus dessen Sanierungsfahrplan ergibt sich, welcher Weg überhaupt offensteht und in welcher Reihenfolge sinnvoll gebaut wird.

Was das für einen Verkauf bedeutet

Für Eigentümer, die ohnehin über einen Verkauf nachdenken, stellt sich die Frage anders. Eine energetische Sanierung erhöht den Wert, aber selten um den vollen Betrag der Investition. Wer 80.000 Euro in eine Sanierung steckt, sieht davon im Kaufpreis erfahrungsgemäß einen Teil wieder, nicht die Summe.

Sinnvoll ist die Sanierung vor dem Verkauf deshalb vor allem dort, wo ein schlechter Energieausweis den Kreis der Käufer einschränkt, oder wo eine Pflicht ohnehin greift. Ansonsten ist der ehrlichere Weg oft, das Objekt im Ist-Zustand zu verkaufen und den Sanierungsbedarf offen einzupreisen. Käufer können die Förderung selbst nutzen.

Was Sie konkret tun sollten

Erstens: Energieausweis prüfen. Er ist der Ausgangspunkt für jede Einschätzung und beim Verkauf ohnehin Pflicht.

Zweitens: Energieberater beauftragen, bevor Sie Angebote einholen. Diese Reihenfolge entscheidet über die Förderfähigkeit.

Drittens: Antrag stellen, dann erst beauftragen. Ohne Ausnahme.

Viertens: gegenrechnen. Sanierungskosten abzüglich Förderung gegen den erwarteten Wertzuwachs. Wenn die Rechnung nicht aufgeht, ist Verkaufen im Ist-Zustand keine Niederlage.

Die Förderlandschaft ändert sich häufig. Prüfen Sie die aktuellen Konditionen vor der Antragstellung direkt bei KfW und BAFA. Wenn Sie wissen möchten, ob sich eine Sanierung für Ihr Objekt vor einem Verkauf überhaupt rechnet, rechnen wir das im Erstgespräch gemeinsam durch.

Häufige Fragen

Das hängt vom Umfang ab. Einzelmaßnahmen wie Fenster, Dämmung oder Heizung fördert das BAFA als direkten Zuschuss. Die Sanierung des gesamten Gebäudes zum Effizienzhaus fördert die KfW als zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss, bekannt als Programm 261.

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Klaus Jazxhi

Geschäftsführer JZX GmbH · Leipzig. Vertriebsleiter für ein Schweizer Immobilienunternehmen, über 100 vermittelte Objekte, starke Partnerschaften.

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